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UN-Dekade

Bildung für eine nachhaltige Entwicklung - das Grüne Klassenzimmer, ein offizielles Projekt der Weltdekade 2008/2009, 2010/2011 und 2012/2013

Das Grüne Klassenzimmer hat sich dem Ziel verschrieben auf eine tragfähige und generationengerechte Entwicklung unserer Gesellschaft im Sinne der Agenda 21 hinzuwirken. Seit 2002 engagiert sich das Grüne Klassenzimmer auf Gartenschauen bei der Organisation und Durchführung von Unterricht für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene.

Der Unterricht erfolgt generationenübergreifend vor allem durch Ehrenamtliche. Neben terminierten Unterrichtseinheiten werden Workshops und Arbeitsgemeinschaften organisiert, die über die saisonale Projektlänge „Gartenschau" Bestand haben. Dies ermöglicht, dass sich Nachfolgeprojekte des Grünen Klassenzimmers im Anschluss an die Landesgartenschau etablieren.

Das Drei-Säulen-Modell der Nachhaltigkeit ist in das Unterrichtsangebot integriert und die drei Säulen „Ökologie, Ökonomie sowie soziale Aspekte" sind miteinander verbunden.

Ökonomische Nachhaltigkeit

Gärtnerische, landwirtschaftliche und forstwirtschaftliche Themen unterschiedlicher Gewichtung prägen das Unterrichtsspektrum des Grünen Klassenzimmers, wobei die Gesundheits-, die Konsum- und natürlich damit verknüpft die Ökonomieerziehung mit einbezogen werden.

Es wird verdeutlicht, dass erst eine solide landwirtschaftliche Basis hilft, um lokale und globale Ungerechtigkeiten und existentielle Armut zu überwinden.

Ohne ökologische Nachhaltigkeit ist eine ökonomische Nachhaltigkeit nicht zu erreichen.

Eine ungesunde Lebensweise (Ernährung, Bewegungsmangel) - nicht nur unserer Gesellschaft - ist durch Ihre Folgen unökonomisch.

Ökologische Nachhaltigkeit

Ökologische Fragestellungen und Themen, bspw. zu Gewässer- sowie Bodenlebewesen und vor allem zum Klima veranschaulichen über die Inhalte der klassischen Naturpädagogik hinaus, dass wir uns in einem Abhängigkeitsverhältnis zur Natur befinden. Die Lernenden begreifen, dass Eingriffe in die Natur Folgen haben, deren Auswirkungen oft erst nach Jahren mit positiven oder ggf. auch negativen Effekten sichtbar werden.

Themen zur Umwelt, Technik, Energie und Nutzung von Wertstoffen schulen im Umgang mit Ressourcen, zeigen deren Begrenztheit und vermitteln Alternativen.

Ziel dieses Unterrichts ist es, ein Umdenken zu einem verantwortungsvollen Umgang mit der Natur und den von ihr gelieferten Möglichkeiten sowie den Erhalt einer lebenswerten Umwelt auch für zukünftige Generationen zu bewirken.

Soziale Nachhaltigkeit

Soziale Nachhaltigkeit findet sich u.a. in der Unterrichtsstruktur des Grünen Klassenzimmers wieder. Im Grünen Klassenzimmer findet ein Lehren durch Fachleute und Enthusiasten statt. Das „Mit-Gutem-Beispiel-Vorangehen" wird weitergetragen. Die ökologischen und ökonomischen Themen (im weiteren Sinne) dienen dazu, von zukünftigen Generationen nicht gewollte Veränderungen zu verhindern.

Der Unterricht der Kirche, ein Auseinandersetzen mit Gewalt (Gewaltprävention) aber auch die Geschichtsthemen bewirken eine Sensibilisierung für das Miteinander und geben dahingehend Mut, indem sie verdeutlichen, dass wir und unsere Gesellschaft von „Problemlösern" abstammen und unsere Kultur und Zivilisation eine Basis besitzt, auf der wir aufbauen können.

Der Nachhaltigkeitsgedanke im Grünen Klassenzimmer beinhaltet immer auch den nachhaltigen Umgang mit der Motivation der Lernenden.

Die Aufnahmebereitschaft soll gesteigert werden, Lernen soll, wenn auch mit Anstrengung verbunden, Freude bereiten und zum Hinterfragen anregen.

Die Gestaltungskompetenz soll gefördert und die Bereitschaft der Schüler erhöht werden, persönliche Eigenverantwortung zu übernehmen.

Mehr Infos zur UN-Dekade

... finden Sie unter www.bne-portal.de

Grünes Klassenzimmer

25. April bis 7. Oktober 2016
auf der Landesgartenschau Öhringen!

Flyer zum Download

GruenesKlassenzimmer_2016.pdf

Logo Landesartenschau Öhringen 2016